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fragen zum alten basel


Ursprung des Namens Lange Erlen


Herr M. / 25.Oktober 2006:

Lieber Briefkastenonkel, gibt es Hinweise auf den Namen „Lange Erlen“ (vermutlich lang auf das Gehölz, aber m.W. nicht vor allem Erlen, liege ich da richtig ?). Und zweitens: Was war eine „jucharte“? Vielen Dank für alle Mühe.


Antwort von altbasel.ch:

Die Langen Erlen waren einst ein Forst der das Überschwemmungsgebiet der Wiese säumte. Der Zusatz “langen” zum Flurname Erlen rührt daher dass es sich bei dem Gebiet um das längere von zweien handelte. Es erschien bis 1775 nämlich in der Gegend auch eine “Kurzen Erlen”. Der Flurname rührt vermutlich von einem ehemals ausgedehnten Baumbestand an Erlen her. Die Erle gehört zur Familie der Birkengewächse und die Grau-Erle und die Schwarz-Erle gedeiht bevorzugt in Feuchtgebieten oder am Rande von Gewässern.

Eine Jucharte ist ein altes Feldmass welches zum Definieren von Flächen diente. Sie war nicht in der ganzen Eidgenossenschaft einheitlich. Allerdings war gesamtschweizerisch die Berner “Juchart” mit ihren 35 Aren wohlbekannt. Man kann Jucharten in früheren Zeiten zwischen 27 und 44 Aren finden.




Literatur:

André Salvisberg, Die Basler Strassennamen, 1999, Christoph Merian Verlag, ISBN 3-85616-104-X, Seiten 156 bis 157

E. Blum und Th. Nüesch, Basel Einst und Jetzt, Eine kulturhistorische Heimatkunde, 1913, Verlag Hermann Krüsi, Seite 120

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