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Historische Basler Zeittafel

5.Teil - 1834 bis 1946
1835 Die von der Kantonstrennung hart getroffene Universität Basels entgeht der Aufhebung. Ihre weitere Existenz wird durch ein Gesetz gesichert.
1838 Basel führt die allgemeine Schulpflicht ein.

Siehe auch > Einführung der allgemeinen Schulpflicht

1840 Basel führt ein progressives Steuersystem ein.
1845 Nach einem chaotischen Grossbrand im Juli wird am 16. September das freiwillige Pompierkorps Basel nach französischem Vorbild gegründet.

Siehe auch > Der Brand vom 4. Juli 1845

Am 11. Dezember 1845 wird feierlich der erste Bahnhof auf Schweizer Boden an der heutigen Spitalstrasse eröffnet. Er ist Teil der Linie Strassburg-Basel.

Der Archtitekt Melchior Berri entwirft den öffentlichen Briefkasten mit Brieftaubenmotiv (Baslerdybli). Einige davon sind noch heute im Dienst der Post.

Siehe auch > Der Architekt Melchior Berri

1847 Am Sonderbundskrieg will sich Basel nicht mit Truppen beteiligen. Nur die Artillerie zieht auf eigenes Drängen mit der Eidgenössischen Armee ins Feld.
1848 Das Basler Stimmvolk nimmt die Bundesverfassung mit grossem Mehr an. Der junge Bund übernimmt Post und Telegraph sowie das Mass-, Gewicht-, Münz- und Zollwesen.

Unter dem Eindruck der neuen Bundesverfassung nimmt der Grosse Rat am 4. Dezember ein neues Bürgerrechtsgesetz an, welches alte Einschränkungen abschafft und etwa Personen katholischen Glaubens nicht länger ausschliesst.

1849 Mit dem am 26. November nach fünfjähriger Bauzeit eröffneten Museumsbau an der Augustinergasse (heute Naturhistorisches Museum) schuf Melchior Berri sein grösstes Werk in Basel.

Siehe auch > Der Architekt Melchior Berri

1852 Basel erhält sowohl ein eigenes Telegrafenamt wie auch ein Gaswerk welches Gas für die öffentliche Beleuchtung liefert.
1855 Cholera in Basel. Begünstigt durch Hygienemängel und unsauberes Trinkwasser erkranken vom 27.Juli bis zum 6.Oktober 399 Personen von denen 205 sterben.

Siehe auch > Der Birsig im alten Basel

1856 Am 14. Juni wird die Standestruppe als eine der letzten kantonalen Berufsarmeen der Schweiz aufgelöst.

Die Neuenburgerkrise zwischen der Schweiz und Preussen bedroht im Winter 1856/57 die Stadt. Um eine feindliche Besetzung zu verhindern, befestigt die Schweizer Armee Kleinbasel und das Umfeld.

Siehe auch > Die Basler Standestruppe

1858 Mit dem Bau einer Fabrik zur Herstellung von Farbstoffen durch J.R.Geigy und U.Heusler beginnt das Zeitalter der Farb-und Heilmittelindustrie in Basel.
1859 Das Gesetz über die Stadterweiterung bedeutet das Ende für die alten Stadtmauern. Binnen zwanzig Jahren werden die meisten Stadttore abgerissen.
1860 Am 4. Juni wird vor dem Elisabethenbollwerk der neue Centralbahnhof eröffnet. Er ersetzt einen Vorgängerbahnhof an der Langen Gasse von 1854 und wird seinerseits 1907 durch den heutigen Bahnhof ersetzt werden.
1864 Am 29. Januar übernimmt die private "Gesellschaft für die Wasserversorgung der Stadt Basel" mit dem Segen des Grossen Rats den Aufbau einer modernen Wasserversorgung.

Siehe auch > Basel und seine Wasserversorgung

1865 Typhus in Basel. 3700 Menschen erkranken und 450 sterben 1865/66 an der Seuche die durch unsauberes Wasser und verunreinige Lebensmittel übertragen wird.

Siehe auch > Der Birsig im alten Basel

1866 Der Kirchen- und Schulgutkommission kann am 26. März die neue Elisabethenkirche übergeben werden. Es ist die erste Kirche die in Basel nach der Reformation erbaut wurde.

Siehe auch > Die neue St.Elisabethenkirche

Am 11. Dezember wird ein neues Bürgerrechtsgesetz verabschiedet. Es soll das in der Bedeutung sinkende Bürgerrecht attraktiver machen und Nichtchristen nicht länger aussschliessen.

1868 Am 9. September wird an der Leimenstrasse die erste eigens für die jüdische Gemeinde erbaute Synagoge eingeweiht. Der Bau stammt aus der Hand des Architekten Hermann Gauss.

Der durch die 1866 gegründete "Internationale Arbeiter-Association" lancierte Streik der Färber markiert den Beginn der Arbeiterbewegung in Basel.

1869 Nach Streiks in der Seidenbandindustrie wird in Basel ein Fabrikgesetz erlassen, das der Arbeiterschicht den 12-Stunden Tag und ein Verbot der Kinderarbeit bringt.
1875 Neue Verfassung. Wahl des Grossen Rats alle 3 Jahre durch das Volk. Regierungsrat ersetzt Kleinen Rat. Abschaffung des Bürgermeisteramts. Erweiterung der Volksrechte mit Initiative und Referendum.

Siehe auch > Die Kantonsverfassung von 1875

Die öffentliche Wasserversorgung von Basel wird gemäss Grossratsbeschluss vom 29. Mai durch den Staat übernommen.

1876 Mit der Trennung des Bürgerguts vom Vermögen der Einwohnergemeinde entsteht als Nachfolgerin der Stadtgemeinde die Bürgergemeinde Basel.
1879 Am 27. Januar nimmt der Grosse Rat ein Bürgerrechtsgesetz an, welches erstmals das Recht auf Einbürgerung vorsieht, welches nur unter bestimmten Umständen (zum Beispiel Verschuldung, Entmündigung) verweigert werden kann.

Am 7. Juni kann die Wettsteinbrücke nach über eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnet werden. Es ist nach der alten Rheinbücke und der Eisenbahnbrücke (1874) die dritte Basler Brücke und die erste moderne für den Allgemeinverkehr.

1881 Als erste Schweizer Stadt erhält Basel eine öffentliche Telefonzentrale. Zu Beginn können den 55 Abonnenten nur lokale Verbindungen angeboten werden.
1884 Mit der VKB (Vereinigte Kleinbasler) wird die älteste dauerhaft bestehende Fasnachtsclique gegründet.

Siehe auch > Die alten Fasnachts-Cliquen

1890 Gemäss der revidierten Verfassung wird der Regierungsrat direkt durch das Volk und nicht länger durch den Grossen Rat gewählt. Ab 1891 auch Volkswahl der ständigen Mitglieder der Gerichte.

Mit Emilie Louise Frey beginnt die erste Studentin der Universität Basel ihr Studium an der medizinischen Fakultät. Sie promoviert 1896 und wird Basels zweite Ärztin.

Siehe auch > Emilie Louise Frey - die erste Basler Studentin

1895 Am 6. Mai wird die erste Linie der elektrischen Strassenbahn eröffnet. Sie verbindet den alten Badischen Bahnhof (Riehenring) via mittlere Rheinbrücke mit dem Centralbahnplatz.

Siehe auch > Das erste Basler Tramdepot

1897 Am Sonntag dem 29. August wird im Stadtkasino von Basel der erste Zionistische Weltkongress unter der Leitung von Theodor Herzl eröffnet.
1899 Die erste elektrische Zentrale von Basel wird an der Voltastrasse eröffnet. Ihre drei Generatoren werden durch Gasmotoren angetrieben.
1900 Die Stadt Basel führt die elektrische Beleuchtung der Strassen ein. 41 Bogenlampen ersetzen alte Gaslaternen, die Abends noch von Hand angezündet werden mussten.
1905 Das Propozwahlsystem wird für die Wahlen in den Grossen Rat eingeführt. Der Rat wird nunmehr nach Verhältniszahlen der Parteien besetzt, womit alle Parteien vertreten sind.

Nach über zwei Jahren Bauzeit kann am 11. November die neue Mittlere Rheinbrücke offiziell eröffnet werden. Vollkommen aus Stein gebaut mit einer Länge von 192 Metern ersetzt sie die auf das Mittelalter zurückgehende alte Brücke.

Siehe auch > die Mittlere Basler Rheinbrücke

1908 Kleinhüningen gibt seine Autonomie auf und wird gemäss Grossratsbeschluss vom 10. Oktober 1907 am ersten Januar ein Teil der Stadt Basel.
1911 Die Zunahme von nichtevangelischen Gläubigen zieht die Trennung von Kirche und Staat im Kanton Basel-Stadt nach sich.

Erstmals tritt das Fasnachts-Comité in Erscheinung, welches nunmehr die Organisation der Fasnacht in die Hand nimmt.

Siehe auch > Dossier zur Basler Fasnacht

1914 Während der Grenzbesetzung 1914-1918 werden Truppen der Schweizer Armee zum Schutz der Grenze in Basel einquartiert.
1917 Am 15. April öffnet in Basel die erste Schweizer Mustermesse in diversen Lokalen der Stadt ihre Tore. Ab 1918 wird sie am Riehenring abgehalten, wo die Messe heute noch zuhause ist.
1918 Zur Förderung von Kunst und Künstlern wird der Staatliche Kunstkredit ins Leben gerufen.
1919 Generalstreik in Basel. Militär wird aufgeboten und am 1. August kommt es in Kleinbasel zu Ausschreitungen. Truppen eröffnen das Feuer wobei es fünf Tote gibt.
1920 Vom 21. bis zum 23. März findet in Basel die erste Fasnacht seit der kriegsbedingten Pause ab 1914 statt. Sie musste wegen einer Grippewelle um einen Monat verschoben werden.

Siehe auch > Dossier zur Basler Fasnacht

1926 Der erste eigentliche Radiosender Basels geht auf Sendung. Er sendet bis 1932 aus dem Bahnhof SBB, dann aus der Villa im Magarethenpark und ab 1940 vom Bruderholz.

Siehe auch > Anfänge des Basler und das Radio Studio Basel

1932 Mit der Alters- und Hinterbliebenen-Versicherung führt Basel am 1. Juli lange vor der Eidgenossenschaft die AHV auf kantonaler Ebene ein.

Mit der Eröffnung des Friedhofs am Hörnli am 1. Juni werden die zu klein gewordenen alten Gottesäcker Kannenfeld (1868) und Horburg (1890) geschlossen während Wolf (1872) weiterbesteht.

Siehe auch > Friedhof am Hörnli

Siehe auch > Gottesacker Kannenfeld

Siehe auch > Gottesacker Horburg

Siehe auch > Gottesacker auf dem Wolf

1936 Am 22./23. Februar nimmt das Stimmvolk in Baselstadt und Basel-Landschaft die Vorlage zur Wiedervereinigung beider Halbkantone an

Siehe auch > Bestrebungen zur Wiedervereinigung 1933-1969

Am 4. Oktober nimmt das Basel Stimmvolk das Gesetz zum Arbeitsrappen an. Der finanzielle Beitrag der Beschäftigten zugunsten Arbeitloser ermöglicht in den folgenden Jahrzehnten viele öffentliche Bauprojekte.

1938 Am 1./2. Oktober nimmt das Stimmvolk in Baselstadt und Basel-Landschaft den Verfassungsartikel zur Wiedervereinigung beider Halbkantone an. Das Vorhaben scheitert an der Ablehnung durch die Bundesversammlung 1947/48.

Siehe auch > Bestrebungen zur Wiedervereinigung 1933-1969

1939 Während des Aktivdienstes 1939-1945 wird Basel als Grenzstadt befestigt und militärisch besetzt. Von 1941 bis 1944 zieht sich die Armee ins Réduit zurück, Basel sollte in dieser Zeit nicht verteidigt werden.
1946 Vom 11. bis zum 13. März findet die erste Fasnacht nach der kriegsbedingten Pause seit 1939 statt.

Nach zwei Monaten Bauzeit wird am 8. Mai auf französischem Territorium der bilaterale Flughafen Basel-Mulhouse eröffnet. Zuvor diente das Sternenfeld in Birsfelden als Basler Flughafen.

Siehe auch > Der Basler Flugplatz Sternenfeld

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