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E.E. Zunft zum goldenen Stern
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Finsternis ruht über dem Gründungsjahr E.E. Zunft zum goldenen Stern. Die Kürschner können den ersten Zunftbrief von 1226 vorweisen und die Metzger berufen sich auf einen Brief von 1248. Ohne eine solche Gründungsurkunde steht die Zunft der Scherer, Maler und Sattler da. Ihr Brief kam im Chaos des Erdbeben vom Lukastag 1356 abhanden. Eine handschriftliche Aufzeichnung in einem Buch der Zunft nennt 1210 als Jahr der Gründung.

Der Zunfthistoriker Gustav Steiner bezweifelte 1956 in seinem Buch zur Geschichte der Zunft die Zuverlässigkeit dieser Quelle.
[1] Er vermutete seinerseits, dass die Zunft um 1260 bereits existierte. Aus diesem Jahr stammt der Brief der Zunft zu Schneidern. In der einführenden Passage erklärte der damalige Bischof von Basel, Berthold von Pfirt (gestorben 1262), dass alle gewöhnlichen Handwerksleute Basels in Zünften vereinigt seien.

Dazu zählten auch die Handwerker der späteren Zunft zum goldenen Stern. Am 25. August 1274 erscheint urkundlich als erster namentlich bekannter Zunftvertreter "Hiltwin der Scherer".
[2] Er bezeugte als Ratsherr eine bischöftlichen Handfeste. Interessant ist hierbei die Nennung eines Zunftvertreters im Rat. Dies ist bemerkenswert da konkret erst für 1337 der Einzug von fünfzehn Vertretern aus den Zünften in den Rat belegbar ist. [3]

das haus zum goldenen stern an der freien strasse

Das Haus zum goldenen Stern (rot) an der heutigen Freien Strasse 71 auf einer Ansicht von 1640. Das zuletzt 1832 umgebaute Zunfthaus wurde 1889 abgerissen. Heute steht an seiner Stelle ein Geschäftsgebäude des 20. Jahrhunderts.

Die Scherer und ihre steigende Bedeutung

Vermutlich hatten sich die Gewerbetreibenden der Scherer, Maler, Sattler und Sporer bereits im 13. Jahrhundert zu einer Gesellschaft vereinigt. Man fragt sich wie es kam, dass derart verscheidene Berufsgattungen sich zusammenschlossen. Die Antwort könnte in der Tatsache zu suchen sein, dass die genannten Handwerke allesamt nicht von eben besonders vielen Männern ausgeübt wurden. Indes hatte eine Zunft Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Pflichten lagen zum Beispiel im Wehrwesen, wo Mannschaften zu stellen waren. Wenn nun aber jeder schwach vertretene Beruf eine Zunft ins Leben ruft, reichen die gerüsteten Mannen unter dem Zunftfähnlein gerade einmal aus um ein Stücklein Stadtmauer zwischen zwei Türmen zu bewachen. Da liegt der Gedanke nahe, die Handwerker einiger solcher Berufe zu einer einzigen Zunft zusammenzufassen um eine brauchbare Stärke zu erlangen.

Das könnte der Grund dafür sein, dass sich diese verscheidenen Berufsgruppen wohl schon früh in einer einzigen Zunft vereinigten. Den Hauptharst der Zunft stellten später die Scherer. Deren Ursprung liegt in den Badstuben. Diese Stuben wurden von den Badern unterhalten, die irgendwann nebst dem Baden von Leuten als zusätzlichen Service Rasieren und Haareschneiden anboten. Das Haar wurde dort geschoren - der Scherer war geboren.
[4]

Die Scherer befassten sich zunehmend mit Wundarznei. Der Gast einer Badstube bekam vom Bad über den Haarschnitt bis zum kleinen chirurgischen Eingriff eine ganze Menge geboten. Er wurde somit zunehmend als Wundarzt wahrgenommen. Anders als der Arzt, der Diagnosen stellte, war der Wundarzt der Mann der Hand an die Wunde legte. Nicht umsonst setzt sich die Bezeichnung "Chirurg" aus den altgriechischen Worten "Hand" und "Werk" zusammen.

Scherer und Bader wurden zu zwei eigenen Berufszweigen. Zur Mitte des 14. Jahrhunderts gerieten sie sich jedoch ins Gehege. Dies weil die Scherer ihr Arbeitsgebiet so weit ausdehnten dass sie den Badern die Kundschaft abspenstig machten. Waren einst die Bader noch in der Mehrheit, hatten nun die Scherer an Bedeutung gewonnen. 1360 mussten das Zunftmeisterkollegium die Fachgebiete von Badern und Scherern verbindlich abgrenzen.

Der 1361 erneuerte Brief der Zunft

Wie bereits erwähnt, ging der Stiftungsbrief der Zunft beim Erdbeben von 18. Oktober 1356 verloren. Mit diesem Verlust waren die Scherer, Maler, Sattler und Sporer nicht alleine. Auch andere Zünfte gingen ihrer "Geburtsurkunde" verlustig. Noch während Jahrhunderten berief man sich auf gesiegelte Briefe aus frühen Tagen, wenn es darum ging Privilegien der Zunft zu verteidigen. Urkunden mit dem Siegel des Bischofs hatten lange Gewicht.

Bloss ist suspekt, dass zuweilen solche Urkunden gar nicht vorgelegt wurden. Dies gilt auch für eine Reihe von Stiftungsbriefen. Gustav Steiner bemerkt 1952, dass von fünfzehn der ursprünglichen Zünfte nur deren gerade sieben ihren Brief noch hätten.
[5] Als Peter Ochs am Ende des 18. Jahrhunderts seine Geschichte der Stadt Basel verfasste, stiess er mehrfach auf verschlossene Zunftarchive und abweisendes Schweigen.

Ochs hielt fest, dass die meisten Zünfte ein Geheimnis aus ihren Schriften machen würden. Nebst der baslerischen Neigung zur Diskretion dürfte dafür auch ein anderer Grund die Ursache dafür gewesen sein, dass bis ins 19. Jahrhundert zwar von bestimmten Urkunden geredet wurde, aber kein Mensch sie je sah. Der Schluss drängt sich auf, dass es sich dabei vermutlich um verlorene Dokumente handelte, die nie korrekt ersetzt worden waren.

Nicht alle Zünfte bemühten sich um Ersatz für die beim Erdbeben verlorenen Briefe. Die Scherer, Maler, Sattler und Sporer taten dies. Am 6. Mai 1361 wurde der erneuerte Brief der Zunft besiegelt. Er ist damit laut Gustav Steiner der letzte der Stiftungsbriefe der Zünfte Basels.
[6] Eine andere Besonderheit hat er auch zu bieten - er ist der einzige Zunftbrief der Stadt bei dem das einst obligate Siegel des Bischofs von Basel fehlt.

Die frühen Briefe wurden den Zünften durch Bischof und Kapitel gegeben, so geschehen beim Brief der Kürschner 1226. Unter dem 1264 zum Bischof erhobenen Heinrich von Neuenburg (gestorben 1274) begann man Zunftbriefe in Deutsch und nicht länger in Latein zu fassen. Bürgermeister und Rat gewannen an Bedeutung bei solchen Akten. Wenn nun beim Zunftbrief der Scherer, Maler, Sattler und Sporer der Bischof ganz fehlt, ist dies bemerkenswert.

Dass der amtierenden Bischof Johann Senn von Münsingen (gestorben 1365) nicht im erneuerten Brief auftritt belegt den Niedergang seines Amtes. Der Brief wurde nur mit dem Siegel der Stadt, aber nicht mit jenem des Stadtherrn versehen. Man liess den Bischof weg. Hundert Jahre zuvor hätten sich Bürgermeister und Rat eine solche Unhöflichkeit kaum erlaubt. Die sich weitende Kluft zwischen Bischof und Stadt ist unübersehbar.

Das Schererhandwerk und seine Fachrichtungen

Der Bevölkerung signalisierte ein Scherermeister sein Lokal indem er eines oder mehrere Barbierbecken vor das Haus hängte, ähnlich einem Firmenschild. Jeder der auf der Gasse vorbeiging konnte sehen, dass er sich dort rasieren oder medizinisch behandeln lassen konnte. Neben die Becken wurden zeitweise auch eine Aderlassbinde gehängt. Sie zeigte dass man sich gerade zur Ader lassen konnte.
[7] Der Aderlass war im Mittelalter stark verbreitet.

In Unkenntnis des Blutkreislaufes, folgte man der antike Vorstellung dass die Blutentnahme über die Vene vorbeugend wie behandelnd hilfreich sei. Es konnte bis zu einem Liter Blut oder mehr abgelassen werden; von Ärzten empfohlen und von Scherern ausgeführt. Wie nutzlos dies war wurde erst in der Neuzeit deutlich. Die Binde vor der Schererstube konnte auch anzeigen dass die Zeit zum unblutigen Schröpfen geeignet sei.

Zu den häufigsten Hilfeleistungen der Scherer gehörte im gewaltgewohnten Mittelalter das Anlegen von Verbänden bei Verletzungen. Auch das Nähen von Wunden und andere Operationen gehörten zu seinen Tätigkeiten. Für bestimmte Dinge gab es unter den Scherern Fachleute. Belegt sind Zahnbrecher die kranke Zähne zogen, und Augenärzte die den Star stachen. 1462 wird ferner "meister heinrich von louffenburg, der hodenschnider von Basel genannt.
[8]

Das Haus zum goldenen Stern an der Freien Strasse

Gustav Adolf Wanner vermutete, dass die Trennung von Badern und Scherern von den Malern, Sattlern und Sporern bereits vor 1361 begann.
[9] Es seien zwei Halbzünfte entstanden die im Laufe der Zeit ihre Zunftnamen von Hausnamen übernahmen. Zu Beginn noch notgedrungen unter dem selben Dach im Haus zum Himmel, veräusserten die Scherer 1395 ihre Rechte an diesem Haus um einige Jahre später ein anderes Domizil an der selben Strasse zu beziehen. [10]

Folgerichtig schlossen sich die Bader dem Umzug der Scherer an. Gemeinsam erwarben sie 1398 von Margaretha von Pfirt, ihres Zeichens Gattin des Edelknechts Günter von Eptingen, das Haus "zem guldinen sternen". Wurden die im Haus zum Himmel verbliebenen ehemaligen Zunftgenossen nunmehr zur Halbzunft "zum Himmel", stand bei den Scherern und Badern ihr neues Haus Pate beim Zunftnamen "zum goldenen Stern". 1492 wurde das Zunfthaus renoviert.
[11]

Bis 1498 lasteten auf der Liegenschaft ein Zins der an die Dompropstei zu entrichten war. Schliesslich gelang es der Zunft diesen Zins für die Summe von 58 Gulden abzulösen. Ein teurer Umbau fällt in das Jahr 1553. Die Zunft musste dafür beim Zunftmeister Theodor Öttlin eine Anleihe machen, was Rückschlüsse auf die bescheidene Zunftkasse zulässt. Ein überlebender Pfeiler mit Wappen und Jahreszahl im Historischen Museum zeugt vom Umbau.

Ebenfalls im Historischen Museum befinden sich zwei Türaufsätze eines weiteren Umbaus 1721. In reichem Schnitzwerk halten beim einen Aufsatz zwei Engel eine Bauinschrift, die vom Wappen der Zunft überragt wird. Die filigrane Arbeit zierte einst den Zunftsaal des Hauses und ist ein Indiz dafür dass es mit den Finanzen der Zunft nun besser stand. Noch 1622 rangierte ihr Zunftvermögen an zweitletzter Stelle unter den Basler Zünften.

Der mutmassliche Wohlstand von 1721 war nicht von Dauer. Gerade beim Zunfthaus zeigte sich dies knapp hundert Jahre später. Der Untergang der altem Zunftherrschaft 1798 und die folgende Neuordnung der Verhältnisse war für viele Zünfte eine harter Schlag von dem sie sich schwer erholten. In die Zeit des Neubeginns fiel eine teure Massnahme am Zunfthaus. Zur Stützung der Bergmauer musste ein 1816 Strebepfeiler errichtet werden.

Abriss oder Neubau des Zunfthauses?

Das altersschwache Zunfthaus bereitete weiterhin Sorgen. Der Architekt Achilles Huber von der Spinnwetterzunft wurde beigezogen, damit ein längst nötiger Umbau des Hauses geplant werden konnte. Hubers Fazit war, dass man am Haus besser nicht zu sehr Hand anlegen sollte. So seien die Mauern in so schlechtem Zustand, dass sie drohten einzustürzen sobald man neue Fenster in sie einbrechen würde. Eine Sanierung würde sehr teuer.

Man bat den Rat Basels an um 10'000 Franken Kapital. Im Gesuch wurde der Zustand des Gebäudes drastisch dargestellt; so wären Türen, Fenster und Wände derart locker und lose geworden, dass es im Winter 1829/30 trotz allen Heizens nicht möglich gewesen sei die Räume warm zu bekommen.
[12] Naturgemäss sind Schilderungen in derartigen Gesuchen allgemein dramatisch, doch das Zunfthaus musste wirklich dringend renoviert werden.

Anstelle der Genehmigung zur Kapitalaufnahme, bekam die Zunft von der Rechnungskammer den Ratschlag, sich mit der Zunft zum Himmel zusammenzutun und in deren Haus einzuziehen. Der Gedanken wurde zurückgeweisen, schon aus praktischen Erwägungen. Im Zunfthaus zum Goldenen Stern wurden gerichtsmedizinische Untersuchungen vorgenommen. Die Himmelzunft wäre wenig erfreut wenn in ihrem Haus Leichen untersucht und seziert würden.
[13]

Immerhin erlaubte der Kantonsrat im April 1831 der Zunft den Verkauf ihres alten Hauses, um Geld für ein neues Haus zu erlangen. Die Versteigerung am 23. Mai 1831 war ein Fehlschlag - niemand wollte es kaufen. Der Zunftvorstand ersteigerte das Haus selbst. Es gelang das nötige Kapital aufzunehmen. Von der Obrigkeit übergenau kontrolliert, wurde der im Herbst 1832 vollendete Umbau durchgeführt. Bis 1889 war die Zunft hier daheim.
[14]

Das auf 1393 zurückgehende Zunfthaus Freie Strasse 71 (zuvor Nummer 1425), wurde schliesslich 1889 für 120'000 Franken von einem Zunftbruder gekauft. Bald darauf riss man es ab um es durch einen 1890 vollendete Neubau im Stil der Neorenaissance zu ersetzen. 1959/63 entstand an dieser Stelle dann der fünfgeschossige Block des Modeshauses Pfauen.
[15] Seit 1998 erinnert eine Gedenktafel an den alten Sitz der Zunft zum goldenen Stern.

gedenktafel an der freien strasse

Die 1999 zum 600 Jahre-Jubiläum der Erwerbs des Zunfthauses zum goldenen Stern an der Freien Strasse angebrachte Gedenktafel. Sie nimmt Bezug auf das Jahr 1260, welches für die Existenz der Zunft nur indirekt erschliessbar ist.

Exkurs zu Stadtarzt Gutleben

Obschon er berufener Wundarzt war, hat Meister Gutleben kaum im Zunfthaus zum goldenen Stern verkehrt. Als 1398 die Bader und Scherer ihr Haus erwarben, wurde auch Meister Gutleben von Bürgermeister und Rat auf zehn Jahre zum Wundarzt der Stadt Basel ernannt.
[16] Speziell an diesem Mann ist die Tatsache dass er Jude war. Zum Zeitpunkt seiner Ernennung hatte die jüdische Gemeinde die Stadt Basel aus Furcht vor Verfolgung verlassen.

Noch interessanter ist, dass Gutleben offenbar nicht nur als Wundarzt auf dem Gebiet der Scherer tätig war, sondern auch als Arzt auf den Terrain studierter Mediziner wirkte. Wie Karl Bass 1926 in seinem Werk über die Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel festhielt, vereinigten Gutleben und sein Amtsvorgänger Josset die beiden Arbeitsgebiete in sich, was diese jüdischen Ärzte jener Tage über die christlichen Fachleute hob.

Obwohl nicht zünftig, ist dieser Ahne der modernen Basler Ärzte einen näheren Blick wert. Der jüdische Name Gutlebens könnte Jechiel gewesen sein.
[17] Theodor Nordmann mutmasste 1929 hinter Meister Gutleben den an der Hutgasse 7 lebenden Heinrich Gutleben. [18] 1377 ist Gutleben erstmals mit einem Vermerk in der Jahrrechnung Basels greifbar. In der Rechnung 1379/80 wird er konkret als "meister Gutleben, dem juden unserm artzat" genannt. [19]

Die Stadt gelangte 1381 wegen einer Körperverletzung an ihn. Die Frau des Müllers Spisselin hatte ein Kind des Juden Robin mit einem Steinwurf verletzt. Der Rat beauftragte Gutleben mit der Untersuchung der Wunde und einem Bericht.
[20] Er arbeitete offenbar bereits damals für die Stadt, und darf als früher Gerichtsmediziner gelten. Dem bis 1406 erscheinenden Gutleben war die Zunft verschlossen. Nur Christen konnten beitreten.

Die Zunft und das Basler Wehrwesen

Wie bereits erwähnt, spielte das Wehrwesen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Zunft. Die militärische Macht der Stadt ruhte auf den Zünften, welche die Mannschaften stellten. Gab es von einem Gewerbe zahlenmässig wenige Vertreter, dann war es sinnvoll sie mit Vertretern anderer Gewerbe in einer gemeinsamen Zunft zusammenzufassen, damit sich ein brauchbares militärisches Kontingent aus seinen Reihen ergab.

Auch wenn sie als Halbzünfte getrennte Wege gingen und ihre Sitze in verscheidenen Häusern hatten, zogen Scherer, Bader, Maler und Sattler gemeinsam ins Feld wenn Aufgebote an die Zünfte ergingen. Diese vier Berufsgattungen werden im Auszugsrodel des Jahres 1534 erwähnt. Sie stellten 26 Mann zum Banner und neun zum Fähnlein (Zum Vergleich; die Zunft zu Rebleuten stellte laut dem selben Rodel 68 Mann zum Banner und 23 zum Fähnlein).
[21]

Banner und Fähnlein bezeichneten die Stärke eines Auszugs. Zum Beginn des 16. Jahrhunderts stand ein Fähnlein für ein Aufgebot von fünf- bis achthundert Mann. Später sank die Stärke des Fähnleins auf drei- bis vierhundert Mann. Das Banner bedeutete Ausmarsch mit voller Macht, was ein Aufgebot von tausendzweihundert bis zweitausend Mann bedeutete. Das Aufgebot erfolgte durch das Aushängen von Fähnlein oder Banner am Rathaus.
[22]

Das Gerfähnlein war ein Feldzeichen der Zünfte. Das dreieckige Fähnlein der Zunft zum goldenen Stern ist aus dem späten 15. Jahrhundert überliefert. Es zeigte auf 50 mal 130 Zentimetern einen Stern, flankiert von Salbenbüchse und Schermesser in Gold auf blauem Grund. Daneben stand das Baslerwappen. Beim Aufgebot auf dem Kornmarkt markierte es den Sammelpunkt der Zunft, im Feld zeigte es den Standort der Scherer und Wundärzte an.
[23]

gehrfaehnlein der zunft zum goldenen stern

Die Bedeutung der Scherer bei der Versorgung der Verwundeten im Feld zeigte sich immer wieder in den Verzeichnissen der Ausgaben. Beim wenig ruhmreichen Feldzug wider Clermont im Sommer 1425 fielen hinterher unter den Ausgaben der Stadt 50 Pfund zu Handen der Scherer für die Verarztung Verwundeter an. Während der Burgunderkriege zahlte Basel nach der Schlacht von Grandson am 2. März 1476 dreissig Gulden für das Verbinden von Wunden.
[24]

Krieg konnte Stadt und Zunft auch neue Fachleute bringen. Mit der Teilnahme an einem Feldzug konnte sich ein Mann das Basler Bürgerrecht verdienen. Ein kriegmässiger Ausmarsch, der indes nur bis nach Muttenz führte, brachte gleich mehreren Leuten die beruflich der Zunft nahestanden das Bürgerrecht. Aufgeführt wurde Heinrich Falkner der Steinschneider, Peter von Zürch der Schererknecht und Henmann Breitenbach der Scherer.
[25]

Eine zünftige Gestalt aus kriegerischen Tagen war der Wundarzt und Scherer Theodor Brand (1488-1558). Mit den Baslern zog er unter dem Gerfähnlein der Zunft zum goldenen Stern in die Mailänder Feldzüge. 1513 kämpfte er mit fünfzundzwanzig Jahren unter dem Befehl des Basler Hauptmanns Hans Stolz in der Schlacht von Novara. Erneut focht Brand im Jahr 1515 bei Marignano und 1522 in der ebenfalls verlorenen Schlacht von Bicocca.

Gemeinsam mit dem Waffengenossen Georg Treubelmann habe Theodor Brand in der Schlacht von Novara ein feindliches Feldzeichen erobert (Christian Wurstisen nennt 1580 zur der Eroberung des weiss-blauen Fähnleins allerdings nur Treubelmann
[26]). Ferdinand Holzach schilderte im Jahr 1904 in einer kurzen Biographie, dass nach dem Kampf bei Bicocca auf Brand abends noch das traurige Handwerk des Feldchirurgen wartete. [27]

Auch das Wachen auf der Stadtmauer war eine Wehrpflicht der Zünfte. Die Wachtordnung von 1374 demonstriert hierbei die Aufteilung in Halbzünfte. Die Scherer (goldener Stern) sowie die Maler und Sattler (Himmel) wachten als gemeine Zunft zusammen mit der Zunft zu Gartnern über drei Türme am Aeschengraben (gelegen ungefähr zwischen Centralbahnplatz und Aeschengraben 26).
[28] Die Scherer alleine wären dazu zu wenige gewesen.

Wundärzte verdrängen Bader

Die Trennung der in der Zunft vereinigten Berufsleute in zwei Gruppen begann vermutlich schon vor Erneuerung des Zunftbriefes 1361. Bader und Scherer teilten bis 1395 das Haus zum Himmel mit den Malern, Sattlern und Sporern. In diesem Jahr traten sie ihren Anteil am Haus ab und wurden ab 1398 unter dem neuen Domizil im Haus zum goldenen Stern genannt. Die Trennung der Stuben besiegelte auch die Trennung der beiden Gruppen von Berufsleuten.

In der gemeinsamen Zunft waren zwar vom Scherer bis zum Maler alle formell vereinigt. Allerdings verteilten sich die beiden verschiedenen Berufsgruppen in zwei Halbzünfte die nach ihren Häusern benannt waren. Vor der Trennung kam es zu Streitigkeiten zwischen den beiden Gruppen, bezüglich des Zunftwappens. Mit der Aufspaltung in Halbzünfte kehrte diesbezüglich Ruhe ein. Doch waren beim goldenen Stern die Bader allmählich unglücklich.

Die Scherer gewannen an Bedeutung, während jene der Bader am verfliessen war. In der Zunft zeigte dies unter anderem die Tatsache dass nur ein Scherer/Wundarzt Vorgesetzter werden konnte. Badern war die Würde verschlossen, da die Vorgesetzten das Collegium chirurgicum bilden mussten. In dieses wurden naturgemäss nur Fachleute der Chirurgie berufen. Dazu gehörten die Bader nicht.
[29] Sie gingen der Bedeutungslosigkeit entgegen.

Zu den Vermögensverhaltnissen zwischen Badern und Scherern gibt das Steuerbuch von 1429 interessante Einblicke.
[30] In den Auflistungen erscheinen unter den neun Männern die in den Berufen der Zunft tätig waren sieben Scherer gegenüber nur zwei Badern. Die Scherer treten zudem vermögender auf, begonnen bei "Peter scherer ennent Rins" mit einem Steuerbetrag von dreieinhalb Gulden bis zu Caspar scherer mit dreiviertel Gulden.

Erst beim Betrag von dreiviertel Gulden erscheint mit Stoffel der erste Bader. Der zweite genannte Bader Goetzmann kam sogar auf einen Steuerbetrag von nur vier Schilling. Unter allen Scherern war bei so niedrigem Vermögem nur "der scherer im Sangers Hus" mit einem Betrag von gleichfalls vier Schilling anzutreffen. Die Bader 1429 waren ärmer dran als der Henker mit seinen zwei Gulden, und bewegten sich etwa auf dem Niveau der Totengräber.

Chirurgen und Professoren

Die Bader verschwanden aus dem medizinischen Feld. Doch Wundärzte und Professoren der Medizin mussten sich das Terrain weiter teilen. Arbeitete der Wundarzt, wie es die griechische Bezeichnung "Chirurg" wörtlich sagt, mit der Hand, so war der Professor ein Mann des Geistes. Er studierte Medizin an der Universität und konzentrierte sich im Allgemeinen auf innere Medizin. Er musste nicht zur Zunft gehören um zu praktizieren.

War ein chirurgischer Eingriff notwendig, überliess der medizinische Professor dies dem Wundarzt. Zwischen den Fachleuten beider Seiten herrschte zuweilen ein kühles Verhältnis. Die praxisnahen Chirurgen der Zunft blickten auf die Theoretiker der Universtität herab, und die akademischen Professoren schmähten viele Wundärzten als Pfuscher ohne tiefergehende Ausbildung. Doch es gab auch Ausnahmen, wie etwa Felix Platter (1536-1614).

Franz Jeckelmann (1504-1579) war Scherer und Ratsherr der Zunft zum goldenen Stern. Als Andreas Vesalius (1514-1564) bei seinem Aufenthalt in Basel 1543 öffentlich unter grossem Aufsehen eine Leichenöffnung durchführte, assistierte ihm Jeckelmann. Seine Tochter Magdalena (1534-1613) fiel 1550 dem Gelehrten Thomas Platter (1499-1582) bei einem Besuch im Haus Jeckelmanns auf. Er sah in ihr wohl eine geeignete Gattin für Sohn Felix.
[31]

Nach einigen Wirrungen, in denen die Launen der Schwiegerväter und Geschwister eine Rolle spielten, fanden Felix und die zwei Jahre ältere Schererstochter Magdalena zusammen. Sie heirateten im November 1557, zwei Monate nachdem Felix zum Doctor medicinae promovierte. So wurde der Doktor, der 1571 zum Stadtarzt avancierte, zum Schwiegersohn eines Wundarztes. Platter arbeitete mit Scherern zusammen, etwa bei der Wundschau.

Scherer in der Wundschau

Im Jahr 1449 wurde ein Fachgremium ins Leben gerufen, welches damit betraut wurde Gutachten aus medizinisch-chirurgischer Sicht zu Delikten gegen Leib und Leben zu erstellen. Damit war eine Institution geschaffen worden, die in gerichtsmedizinischem Sinne fungierte. In vergleichbarer Weise trat, wie bereits erwähnt, 1381 der jüdische Arzt Meister Gutleben auf. Für eine solche Arbeit waren Fachleute nötig.

Auch wenn davon auszugehen ist dass Scherer bei solchen Untersuchungen beteiligt waren, erscheinen handfeste Belege für ihre Mitwirkung erst im ausgehenden 16. Jahrhundert. In einem solchen Fall wurde Felix Platter beigezogen. Im April 1598 wurden bei der unteren Brodlaube der Bäckerknecht Jakob Kundert schwer mit einem Stück Latte in die rechte Seite gestossen. Er sei bald an den Folgen der dabei erlittenen Verletzung gestorben.

Das Kriminalgericht bat Stadtarzt Platter um eine Untersuchung der Leiche, wozu er einen Chirurgen beizog. Sie beschlossen eine Obduktion.
[32] Üblicherweise wurde die Öffnung der Leiche vom Scherer durchgeführt, während der Doktor die Resultate der Untersuchung beurteilte. Akademiker und Handwerker arbeiten im Dienste der Justiz zusammen. Nach der Reformation bezeichnete man das Gremium als "Eine Ehrenwerte Wundschau".

Ein weiterer Fall findet sich in einem Gerichtsprotokoll von 1611. Es führt aus dass an der Untersuchung einer tödlichen Schusswunde ein Meister des Barbierhandwerks beteiligt war. Eine Anordnung des Rats zur Untersuchung einer Frau die der Tötung ihres Neugeborenen verdächtig war, nennt 1634 nebst Stadtarzt und Hebammen auch einen Scherer.
[33] Dies ist die erste expilzite Erwähnung eines zur Wundschau befohlenen Scherers.

Geburtshelfer Johannes Fatio

Die oben genannte gerichtsmedizinische Untersuchung von 1634 erwähnte die Hebammen, die in den Unterlagen als "geschworne Weiber" erscheinen. Wie der Stadtarzt, so waren auch die Hebammen nicht zünftig zum goldenen Stern. Sie wurden als Fachleute häufig von der Stadt vereidigt und besoldet. Um das Seelenheil eines unter kritischen Umständen geborenen Kindes zu sichern, waren sie im Mittelalter befugt Nottaufen durchzuführen.

Eine tragische Gestalt aus der Zunftgeschichte begab sich als Pionier auf dieses Feld. Johannes Fatio (1649-1691) wurde im Jahr 1672 in die Zunft zum goldenen Stern aufgenommen und war als Chirurg tätig. An der 1452 gegründen Universität Valence erlangte er den Titel eines Doktors und begann auf dem Gebiet der Geburtshilfe zu arbeiten. Dies war damals ein Novum für einen Wundarzt. Fatio schlug bald Missgunst entgegen in Basel.

Die Universität Basel wies seine Bewerbung um eine Aufnahme als Aggregatus zurück. Aus durchsichtigen Gründen lehnten sie es ab, einen Doktorentitel anzuerkennen der nicht von ihr selbst vergeben wurde. Fatios medizinische Ausbildung in Valance wurde nicht anerknannt und er selbst erfuhr die Ächtung eines Kurpfuschers. Der Fall beleuchtet das heikle Verhältnis zwischen medizinischer Fakultät und zünftigen Wundärzten.

Zunfthistoriker Gustav Steiner führte 1954 aus wie widersprüchlich der Umgang mit Fatio damals war. Von der Universität als Inkompetent abgetan, wurde er dennoch immer wieder Ärzten und Professoren in schwierigen Fällen um fachlichen Rat angegangen. 1689 trennte er nach sorgsamer Vorbereitung unter den Augen von Obrigkeit und Ärzten zwei zusammengewachsene Neugeborene in einer Operation erfolgreich voneinander.
[34]

chirurg und geburtshelfer johannes fatio

Zur Geburtshilfe schrieb Fatio 1690 auch das fortschrittliche Lehrbuch "Helvetisch-Vernünftige Wehe-Mutter". Das Werk wurde erst 1752 publiziert, was mit den Ereignissen des sogenannten Einundneunzigerwesens zusammenhängt. 1691 erhoben sich in Basel Stimmen gegen die damalige Korruption und die Machkonzentration in den Händen weniger Familien. Der versuchte Umsturz scheiterte und endete mit drei Hinrichtungen.

Ein Wortführer der Opposition war Johannes Fatio. Auf abgeriegelten Marktplatz bestieg er am 28. September 1691 mit zwei Mitverurteilten gefasst das Schaffot unter den voll besetzten Fenstern des Rathauses um vor den Henker zu treten. Mit ihm wurde auch sein Schwager Hans Conrad Mosis (1645-1691) geköpft, Sechser der Zunft zum goldenen Stern. Fatios Tod wurde als Verlust eines fähigen Geburtshelfers im weiten Kreisen beklagt.

Auf dem Weg in die Gegenwart

Die erwähnten Ausbauten des Zunfthauses weisen das 18. Jahrhundert als eine Zeit des Wohlstandes aus. Das prachtvolle Zunftsiegel mit Aeskulap, Stab, Schlange und dem Stern entstand in jener Zeit. Es wurde 1773 gefertigt um die urkundliche Aufnahme in die Zunft zu besiegeln.
[35] Zu den Prüfungsritualen der Zunft gehörte das Kochen von zwei Pflastern durch die Chirugenkandidaten unter Aufsicht von Schaumeistern.

Die gekochten Pflaster wurden dann an die Prüfungsexperten verteilt. Da das Procedere aber zu teuer geworden sei, nahm man 1767 davon Abstand und ersetzte das Pflasterkochen durch die Bezahlung einer Gebühr an die Experten.
[36] Es fand in diesem Jahrhundert auch eine behutsame Annäherung zwischen medizinischer Fakultät und Chirurgie statt. Ab 1708 trat das Fach Chirurgie dauerhaft im Katalog der Lektionen auf. [37]

Wegen des Schwunds an Studenten brauchte die Universität den Zustrom an lernbegierigen Scherergesellen. Johann Rudolf Staehelin (1724-1800), Professor der Anatomie, hielt Vorlesungen auf Lateinisch für die Sudenten und auf Deutsch für die Gesellen der Wundärzte.
[38] Jedoch erst der Zusammenbruch der alten Staats 1798 und der Neubeginn im 19. Jahrhundert brachte Doktoren der Medizin und der Chirurgie wirklich nahe.

Die fünf Jahre zuvor abgeschafften Zünfte wurden 1803 wiederhergestellt. Zwar erlangten sie die alten politischen Vorrechte nicht wieder. Doch erneut musste jemand der in Basel praktizieren wollte der Zunft angehören. Im Jahr 1814 verzeichnete die Zunft zum goldenen Stern 15 Wundärzte. Das Collegium chirurgorum wurde aus den Vorgesetzten gebildet, während in den Sanitätsbehörden von Basel überwiegend Ärzte vertreten waren.

Die Wundschschau setzte sich aus dem Kantonsarzt und ein bis zwei Wundärzten zusammen. Wundärzte absolvierten zunehmend zusätzlich ein Medizinstudium an der Universität. 1848 finden sich in der Oberwundschau je zwei Ärzte und zwei Wundärzte. Alle vier Mitglieder des Gremiums waren gleichermassen Doktoren der Medizin und der Chirurgie.
[39] Die Zunft war damals bereits dabei ihren berufliche Prägung zu verlieren.

Nach der Kantonstrennung 1832/33 veränderten sich im neuen Kantons Basel-Stadt die Verhältnisse. Um den Bürgertum neue Impulse zu geben wurde die Einbürgerung erleichtert. Im Rahmen ausserordentlicher Bürgeraufnahmen wurden die Neuaufgenommenen ohne Rücksicht auf ihren Beruf auf die Zünfte verteilt. Damit hielten Fabrikarbeiter und kaufmännische Angestellte Einzug in die Zunft zum goldenen Stern, und der Weg in die Gegenwart begann.


Zusammenfassung

Belegende Dokumente zu den Anfängen der Zunft zum goldenen Stern gingen vermutlich beim Erdbeben 1356 verloren. Ein Gründungsjahr ist unbekannt. Die in der Zunft vereinigten Scherer und Bader organisierten sich vermutlich bereits im 13. Jahrhundert. Ein Scherer im Rat Basels ist für 1274 nachweisbar. 1361 wurde der verlorene Stiftungsbrief der Zunft erneuert. In ihm wurde der Bischof als Stadtherr nicht wie sonst üblich erwähnt.

Der Stifttungsbrief trug nur das Siegel der Stadt und verzichtete auf jenes des Bischofs. Vermutlich wurde dieser bewusst von Bürgermeister und Rat übergangen. Ein starkes Indiz für die Entfremdung zwischen Bischofsstuhl und Stadt. Der Brief beweist auch, dass die Zunft die später dominierenden Bader und Scherer mit den Malern, Sattlern und Sporern vereinigte. Die Gewerbe trennten sich später in zwei Halbzünfte.

Benannt nach ihren Zunfthäusern traten ab dem 14. Jahrhundert die Halbzünfte "zum Himmel" und "zum goldenen Stern" auf. Scherer und Bader der letzteren kauften 1398 ihr Haus an der Freien Strasse, und hatten vermutlich gemeinsame berufliche Wurzeln. In den Badstuben wurden irgendwann zusätzliche Dienstleistungen wie Haareschneiden und Rasieren geboten. Dies gab wohl dem Scherer mit der Zeit seine Berufsbezeichnung.

Sein Fachbereich erweiterte sich. Hinzu kamen medizinische Aufgaben, etwa chirurgische Eingriffe. Der Scherer war als Chirurg vom Arzt zu unterscheiden. Ärzte waren im allgemeinen studierte Fachleute die sich mit innerer Medizin befassten und keine Eingriffe vornahmen. Hand legte nur der Wundarzt an. Daher ergibt sich auch seine Berufsbezeichnung "Chirurg" aus den altgriechischen Worten "Hand" und "Werk".

Mit der Zeit gewannen in der Zunft die Scherer an Bedeutung. Zugleich verloren die Bader an Einfluss. Der Zunftvorstand setzte sich bald nur aus chirurgischen Fachleuten zusammen, was die Bader ausschloss. Unter den Scherern bildeten sich Fachrichtungen. Es gab spezielle Chirurgen für Eingriffe am Auge (Starstechen), für das Ziehen von Zähnen oder für Operationen am männlichen Unterleib (etwa die Hodenschneider).

Die Trennung zwischen studiertem Arzt und praktischem Wundarzt bestand bis ins 19. Jahrhundert. Doch erschien im späten 14. Jahrhundert mit Meister Gutleben ein jüdischer Stadtarzt. Er war im Dienste der Stadt auf beiden Gebieten und trat auch als früher Gerichtsmediziner auf. Als Juden war ihm die Zunft verschlossen. Nach 1406 erschienen nur noch christliche Stadtärzte, überwiegend ohne chirurgische Neigungen.

Die Halbzünfte "zum goldenen Sternen" und "zum Himmel" bildeten im Wehrwesen einen gemeinsamen Verband. Die Gewerbe dieser Zünfte waren personell schwach vertreten. Daher mussten ihre Mannschaften zusammengelegt werden, um auf brauchbare Truppenstärke zu kommen. Die Zunft zog mit dem Gerfähnlein ins Feld. Es zeigte beim Aufgebot auf dem Kornmarkt den Sammelplatz der Scherer und Bader an, und im Feld ihren Standort.

Im Feld hatten die Scherer eine Doppelfunktion. Nebst den Aufgaben im Gefecht kam ihnen auch die Rolle der Sanitäter zu. Als Soldat und Wundarzt tat sich der spätere Bürgermeister Theodor Brand (1488-1558) hervor. Bei der Bewachung der Stadtmauer teilte sich die Zunft zum goldenen Stern einen Mauerabschnitt am Aeschengraben mit der Zunft zum Himmel. Das mehrfach sanierte Zunfthaus erfuhr im 19. Jahrhundert einen Niedergang.



portrait und wappen von theodor brand

Theodor "Joder" Brand wurde 1488 als Sohn des Scherers Bernhart Brand und dessen Gattin Veronika geboren. Theodor wurde zünftig zum goldenen Stern und 1520 zum Ratsherrn gewählt. Sein umsichtiges Wesen wurde auch in der Eidgenossenschaft geschätzt, weshalb er mehrfach bei Streitigkeiten in der Folge der Reformation als Vermittler wirkte. 1544 wurde Brand zum Basler Bürgermeister gewählt. Die Wahl besiegelte die Verdrängung des Adels aus der Regierung. Im Oktober 1558 starb er im Amt und wurde unter grosser Anteilnahme zu St.Theodor bestattet.


Es wurde 1832 durch einen Neubau ersetzt, der 1890 abgerissen wurde. Am heutigen Neubau an der Freien Strasse erinnert seit 1998 eine Gedenktafel an das alte Zunfthaus. Die Scherer wurden in die Wundschau berufen. Die erste Nennung eines Chirurgen in diesem 1449 geschaffenem Gremium für Gerichtsmedizin erfolgte erst 1634. Aber es ist sicher dass sie schon früher dazu gehörten. In der Wundschau arbeiteten Ärzte und Chirurgen zusammen.

Die Kluft zwischen beiden Berufen bestand aber weiterhin. Dies belegt das Beispiel des Wundarztes Johannes Fatio (1649-1691). Als Chirurg war er Mitglied der Zunft zum goldenen Stern. An der Universität Valence bildete er sich zum Doktoren der Medizin weiter. Der Titel wurde aber von der medizinischen Fakultät der Universität Basel nicht anerkannt. Sie stufte den gefragten und kompetenten Fatio als Kurpfuscher ein.

Er war auch Autor des Fachbuches "Helvetisch-Vernünftige Wehe-Mutter". Weil Fatio für die Beteiligung an der Revolte 1691 hingerichtet wurde und sein Name verfemt war, konnte das Werk erst 1752 gedruckt werden. Im 18. Jahrhundert bewegte sich die Universtität auf die Chirurgie zu. Das Fach erschien im Lehrplan. Die medizinische Fakultät litt unter wachsendem Studentenmangel. Scherergesellen kamen nun auch in die Vorlesungen.

Die Zunft zum goldenen Stern verlor, wie alle Basler Zünfte, ihre traditionellen politischen Rechte mit dem Ende des alten Herrschaftssystems 1798. Der Helvetik folgte 1803 die Mediation und die Wiederzulassung der Zünfte. Doch ihr politischer Einfluss blieb limitiert und der historisch gewachsene Charakter des Zunftwesens schwand im 19. Jahrhundert. Auch die Berufsprofile der Chirurgen wandelten sich.

Nun studierten immer mehr Wundärzte Medizin und zugleich bildeten sich Ärzte auf dem Gebiet der Chirurgie weiter. In der Oberwundschau Basels waren 1848 zwei Wundärzte und zwei Ärzte vertreten. Aller vier waren sowohl Doktoren der Medizin und der Chirurgie. Als das Haus der Zunft zum goldenen Stern 1889 abgerissen wurde, war die Zunft seit rund fünfzig Jahren auch für Vertreter nicht medizinischer Berufe offen.


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Interne thematische Querverweise:

>> Der Basler Chirurg August Socin

>> Emilie Louise Frey - Ärztin und erste Basler Studentin

Surftipp zur Zunft:

> Website E.E. Zunft zum goldenen Stern



Beitrag erstellt 23.12.09 / nachgeführt 22.05.10 (präzisierung Quelle)

Anmerkungen:

[1] G.Steiner, Abschnitt "Die Zunft der Scherer - Scherer und Wundärzte - Maler und Sattler", in Kapitel 2 "Aus der Stadt- und Zunftgeschichte bis zum Untergang des Zunftregiments 13. Jahrhundert - 1798", publiziert in Zunft zum goldenen Stern, Basel, 1956, Seite 43

[2] K. Baas, Abschnitt zu den Scherern, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 59

[3] P. Koelner, Kapitel "Zunfthäupter und Sechser", publiziert in Basler Zunftherrlichkeit, Basel, 1942, Seite 28, Vergleiche A.Burckhardt, "Aus dem Basler Zunftwesen", publiziert im Basler Jahrbuch 1888, Basel, 1888, Seite 170

[4] G. Steiner, "Aerzte und Wundaerzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1954, Basel, 1953, Seite 178

[5] G. Steiner, "Zur Erneuerung des Zunftbriefes der Schärer, Maler und Sattler nach dem grossen Erdbeben", publiziert im Basler Jahrbuch 1953, Basel, 1952, Seite 202

[6] G. Steiner, "Zur Erneuerung des Zunftbriefes der Schärer, Maler und Sattler nach dem grossen Erdbeben", publiziert im Basler Jahrbuch 1953, Basel, 1952, Seite 204

[7] K. Baas, Abschnitt zu den Scherern, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 60

[8] K. Baas, Abschnitt zu den Scherern, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 70

[9] G.A. Wanner, "Die Zünfte zum Goldenen Stern und zum Himmel", im Kapitel "Die Basler Zünfte", publiziert in Zunftkraft und Zunftstolz - 750 Jahre Basler Zünfte und Gesellschaften, Basel, 1976, Seite 158

[10] G. Steiner, Abschnitt "Das Haus zum goldenen Stern wird Zunfthaus der Scherer (Wundärzte) und Bader", in Kapitel 2 "Aus der Stadt- und Zunftgeschichte bis zum Untergang des Zunftregiments 13. Jahrhundert - 1798", publiziert in Zunft zum goldenen Stern, Basel, 1956, Seiten 58 bis 59

[11] R. Schiess, Abschnitt "Haus der Zunft zum Goldenen Stern", im Kapitel "Die Zunfthäuser", publiziert in Die Zunft- und Gesellschaftshäuser der Stadt Basel, Basel, 2001, Seite 14

[12] G. Steiner, "Die Zunft zum Goldenen Stern im 19. Jahrhundert", publiziert im Basler Jahrbuch 1937, Basel, 1936, Seite 87

[13] G. Steiner, "Die Zunft zum Goldenen Stern im 19. Jahrhundert", publiziert im Basler Jahrbuch 1937, Basel, 1936, Seite 89

[14] P. Koelner, Abschnitt "Zunfthaus zum Goldenen Stern", Kapitel "Zunfthäuser", publiziert in Basler Zunftherrlichkeit, Basel, 1942, Seiten 179 bis 182

[15] A. Nagel, Abschnitt "Freie Strasse 75 / Münsterberg 9", Kapitel "Talstadt rechts des Birsig - Marktplatz und Freie Strasse", publiziert in Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt, Band 7, Bern, 2006, Seiten 430 bis 431

[16] R. Wackernagel/R. Thommen, Urkundenbuch der Stadt Basel, Band 5, Basel, 1900, Seiten 262 und 263

[17] A. Nordmann, Geschichte der Juden in Basel seit dem Ende der zweiten Gemeinde bis zur Einführung der Glaubens- und Gewissensfreiheit (1397-1875), publiziert in der Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Band 13, Basel, 1914, Seite 2

[18] T. Nordmann, Unterabschnitt "Zweite Gemeinde (1362-1396), Abschnitt "Hutgasse (Winhartsgasse)", im Beitrag "Judenwohnungen im mittelalterlichen Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1929, Basel, 1928, Seite 192

[19] K. Baas, Abschnitt zu den jüdischen Ärzten, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 37

[20] D. Guggenbühl, Unterabschnitt "3. - Der Stadtarzt", Abschnitt "A. - Behörden mit gerichtlich-medizinischen Funktionen", in Kapitel "Geschichte der Gerichtsmedizin in Basel bis 1798", publiziert in Gerichtliche Medizin in Basel von den Anfängen bis zur Helvetik, Basel, 1963, Seite 33

[21] E.A. Gessler, Abschnitt "Auszugsrodel von 1534", Kapitel "VI. Auszugsrodel", publiziert in Basler Wehr- und Waffenwesen im 16. Jahrhundert, 116. Neujahrsblatt der GGG, Basel, 1938, Seite 41

[22] E.A. Gessler, Kapitel "III. Heereseinteilung", publiziert in Basler Wehr- und Waffenwesen im 16. Jahrhundert, 116. Neujahrsblatt der GGG, Basel, 1938, Seite 21

[23] G. Steiner, Abschnitt "Vom Anschluss an die Eidgenossen zum Zunftregiment", in Kapitel 2 "Aus der Stadt- und Zunftgeschichte bis zum Untergang des Zunftregiments 13. Jahrhundert - 1798", publiziert in Zunft zum goldenen Stern, Basel, 1956, Seite 62

[24] K. Baas, Abschnitt zu den Scherern, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 63

[25] K. Baas, Abschnitt zu den Scherern, publiziert in Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seite 62

[26] C. Wurstisen, Baßler Chronick, Basel, 1580, Seite 511

[27] F. Holzach, Beitrag "Bürgermeister Theodor Brand", publiziert in Basler Biographien, Band 2, Basel, 1904, Seite 21

[28] G. Helmig/Ch.Ph. Matt, "Wachtordnung von 1374 (Ausschnitt)", im Quellenanhang des Beitrags "Inventar der Basler Stadtbefestigung - Planvorlage und Katalog, 1. Die landseitige Äussere Grossbasler Stadtmauer", publiziert im Jahresbericht 1989 der Archäologischen Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt, Basel, 1991, Seite 152, Spalte 2 (siehe K Vischer-Merian, Henman Sevogel von Basel und sein Geschlecht, Basel, 1880, Seiten 69 bis 71)

[29] G. Steiner, "Die Zunft zum Goldenen Stern im 19. Jahrhundert", publiziert im Basler Jahrbuch 1937, Basel, 1936, Seiten 73 bis 74

[30] G. Schönberg, "Das Steuerbuch von 1429", in den Beilagen, publiziert in Finanzverhältnisse der Stadt Basel im XIV. und XV. Jahrhundert, Seiten 545 (Zahlen zu Scherern, Malern und Sattlern) und 554 (Henker und Totengräber)

[31] V. Lötscher, Abschnitt "7. Die Gemahlin Magdalena Jeckelmann", publiziert in Felix Platter und seine Familie, 153. Neujahrsblatt der GGG, Basel, 1975, Seite 92

[32] D. Guggenbühl, Unterabschnitt "2. - E.E. Wundschau", Abschnitt "A. - Behörden mit gerichtlich-medizinischen Funktionen", in Geschichte der Gerichtsmedizin in Basel bis 1798, publiziert in Gerichtliche Medizin in Basel von den Anfängen bis zur Helvetik, Basel, 1963, Seiten 21 und 22

[33] D. Guggenbühl, Unterabschnitt "2. - E.E. Wundschau", Abschnitt "A. - Behörden mit gerichtlich-medizinischen Funktionen", in Kapitel "Geschichte der Gerichtsmedizin in Basel bis 1798", publiziert in Gerichtliche Medizin in Basel von den Anfängen bis zur Helvetik, Basel, 1963, Seiten 22 und 23

[34] G. Steiner, "Ärzte und Wundärzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1954, Basel, 1953, Seiten 206 und 207

[35] G. Steiner, Abschnitt "Das Siegel", in Kapitel 3 "Vom Ratsherrenregiment zur Gegenwart", publiziert in Zunft zum goldenen Stern, Basel, 1956, Seite 85

[36] G. Steiner, "Die Zunft zum Goldenen Stern im 19. Jahrhundert", publiziert im Basler Jahrbuch 1937, Basel, 1936, Seite 77

[37] E. Bonjour, Kapitel "20. Naturwissenschaften", in Die Universität Basel von den Anfängen bis zur Gegenwart 1460-1960, Basel, 1960, Seite 315

[38] G. Steiner, "Ärzte und Wundärzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1954, Basel, 1953, Seiten 208 und 209

[39] G. Steiner, Abschnitt "Bürgerliche Aristokratie bis zum radikalen Umschwung von 1875", in Kapitel 3 "Vom Ratsherrenregiment zur Gegenwart", publiziert in Zunft zum goldenen Stern, Basel, 1956, Seiten 75 und 76


Quellen:

Karl Baas, Gesundheitspflege im mittelalterlichen Basel, Zürcher Medizinalgeschichtliche Abhandlungen, Band 6, herausgegeben von G.A. Wehrli, Orell Füssli, Zürich, Leipzig und Berlin, 1926, Seiten 37, 59, 60, 62 und 70

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Dietegen Guggenbühl, Gerichtliche Medizin in Basel von den Anfängen bis zur Helvetik, herausgegeben von der Universität Basel, Benno Schwabe & Co, Basel, 1963, Seiten 21 bis 23 und 33

Guido Helmig/Christoph Philipp Matt, "Wachtordnung von 1374 (Ausschnitt)", publiziert im Jahresbericht 1989 der Archäologischen Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt, herausgegeben von Rolf d'Aujourd'hui, Basel, 1991, ISBN 3-905098-10-5, Seite 152, Spalte 2

Ferdinand Holzach, in Basler Biographien, Band 2, Verlagsbuchhandlung Benno Schwabe, Basel, 1904, Seite 21

Paul Koelner, Basler Zunftherrlichkeit, Verlag Birkhäuser, Basel, 1942, Seiten 28 und 179 bis 182

Valentin Lötscher, Felix Platter und seine Familie, 153. Neujahrsblatt der GGG, herausgegeben von der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen, Kommissionsverlag Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1975, Seite 92

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Achilles Nordmann, Geschichte der Juden in Basel seit dem Ende der zweiten Gemeinde bis zur Einführung der Glaubens- und Gewissensfreiheit (1397-1875), publiziert in der Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Band 13, herausgegeben von der Historischen und Antiquarischen Gesellschaft zu Basel, Verlag der Historischen und Antiquarischen Gesellschaft, Basel, 1914, Seite 2

Theodor Nordmann, Unterabschnitt "Zweite Gemeinde (1362-1396), Abschnitt "Hutgasse (Winhartsgasse)", im Beitrag "Judenwohnungen im mittelalterlichen Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1929, herausgegeben von August Huber und Ernst Jenny, Verlag Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1928, Seite 192

Robert Schiess, Die Zunft- und Gesellschafthäuser der Stadt Basel, herausgegeben vom Basler Heimatschutz, Verlag Schwabe & Co AG, Basel, 2001, ISBN 3-7965-1889-3, Seite 14

Gustav Schönberg, Finanzverhältnisse der Stadt Basel im XIV. und XV. Jahrhundert, Verlag der H.Laupp'schen Buchhandlung, Tübingen, 1879, Seiten 545 (Zahlen zu Scherern, Malern und Sattlern) und 554 (Henker und Totengräber)

Gustav Steiner, "Die Zunft zum Goldenen Stern im 19. Jahrhundert", publiziert im Basler Jahrbuch 1937, herausgegeben von Ernst Jenny und Gustav Steiner, Verlag Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1936, Seiten 73 bis 74, 77, 87, 89,

Gustav Steiner, "Zur Erneuerung des Zunftbriefes der Schärer, Maler und Sattler nach dem grossen Erdbeben", publiziert im Basler Jahrbuch 1953, herausgegeben von Ernst Jenny und Gustav Steiner, Verlag Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1952, Seiten 202 und 204

Gustav Steiner, "Aerzte und Wundaerzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel", publiziert im Basler Jahrbuch 1954, herausgegeben von Gustav Steiner und Andreas Staehelin, Verlag Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1953, Seiten 178 und 206 bis 209

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Christian Wurstisen, Baßler Chronick, Sebastian Henricpetri, Basel, 1580, Seite 511

engel

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