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Fasnachtsdienstag 2006

Nach dem Montag mit dem Morgensteich und dem Cortège findet das vom Fasnachtsfieber heimgesuchte Basel am Dienstag etwas Ruhe. Es ist der Tag der Laternenausstellung auf dem Münmsterplatz, der Kinderfasnacht und der individuellen Aktionen sowie der Guggenkonzerte am Abend.


Vor dem Pforten des Münsters wacht traditionell Stänzler Seiler. Ebenfalls Stänzler nennt sich eine 1970 gegründete Fasnachtsgesellschaft, deren Laterne (rechts) von Roger Magne das erstarkende China thematisierte.



Bei den Rippezwigger entsteigt den Paragraphen ein Ungeist der sich gleichmacherisch über die Stadt Basel hermacht um sie zu normen, begonnen bei den Stühlen der Strassencafés wie im Vorjahr geschehen.



Der Stamm des Central Club Basel wählte das Meer und seine Facetten als Sujet. Auf der Laterne taucht dann jedoch nicht Jaques Cousteau sondern eine namhafte zeitgenössische Person ölverbreitenderweise auf (oder eher "ab").



Die im Stechschritt einmarschierenden Aldi-Horden machen auf der Laterne der Basler Mittwoch Gesellschaft den Winkelried des Schweizer Detailhandels nieder und wecken altes Misstrauen wider den Nachbarn im Norden.



Vor der altehrwürdigen Kultbeiz Hasenburg geniessen fasnächtlerische Ordnungshüter mit einem Ausbrecher eine morgendliche Pause. Beim Eingang zum Andreasplatz fungiert indes ein Nachwuchswaggis als Larvenhalter.



Ruessend zieht eine Tambourengruppe beim Stadthaus die Schneidergasse hinauf, und belebt die noch etwas träge Stadt nach ihrer ersten Fasnachtsnacht 2006 mit markantem Spiel, während daneben der Verkehr rollt.



Geführt von einem klerikal angehauchten Tambourmajor peilt eine andere Gruppe trommelnd (habe leider keine Pfeifer angetroffen) die Freie Strasse an, und weckt in den Rathausstuben die letzten Langschläfer der Basler Obrigkeit.



Der Dienstag gehört den Kindern, von denen gesagt wird sie kämen in Basel schon mit Trommeln zur Welt. Jedenfalls hält kleine Tambour die Schlegel schon ganz gut. Rechts grüsst ein lustiger Blätzlibajass von seinem Wagen herab.



In selbstgebastelten Kostümen und Wagen (zuweilen mit etwas Hilfe von erwachsener Hand gemacht) zieht der Nachwuchs am Nachmittag durch die Strassen. Hier fährt eben ein Wagen mit Waggis-Setzlig an der Börse vorbei.
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